Preisträger eureleA 2013

European Award for Technology Supported Learning eureleA 2013 vergeben

Die diesjährigen Auszeichnungen im Rahmen des European Award for Technology Supported Learning eureleA wurden am Abend 29. Januar 2013 auf der LEARNTEC in Karlsruhe vergeben.

Der Wettbewerb wird seit nunmehr zehn Jahren unter Federführung von Prof. Dr. Peter A. Henning (Institute for Computers in Education der Hochschule Karlsruhe) durchgeführt. Während der ersten vier Jahre wurde dies aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert, dem entsprechend erfolgte die Vergabe auf der LEARNTEC in Karlsruhe. Nach zwei Zwischenspielen auf der CeBIT kam der Wettbewerb 2011 zurück auf die LEARNTEC – zusammen mit der Übernahme der inhaltlichen Verantwortung für den LEARNTEC-Kongress durch Sünne Eichler und Prof. Dr. Peter Henning.

LEARNTEC-Kongress und eureleA-Wettbewerb sind den gleichen Qualitätsvorstellungen verpflichtet: Eine transparente Auswahl der qualitativ besten Einreichungen durch eine Jury ausgewiesener Experten. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde der Wettbewerb gestrafft und auf die beiden Kategorien „Didaktik“ und „Technik“ beschränkt.

Für den eureleA 2013 wurden durch diese Fachjury 6 Projekte für die Finalrunde ausgewählt. Eine Senior Jury unter Leitung von Prof. Henning kürte aus der Runde dieser Finalisten dann in geschlossener Sitzung die zwei Preisträger.

Die Auszeichnung besteht aus einer Preisfigur sowie Sach- und Geldstiftungen, die einem Gesamtwert von mehr als 15.000 Euro entsprechen. Darüber hinaus werden den Gewinnern in besonderem Maße, aber auch allen Finalisten Möglichkeiten zur Bewerbung ihrer Projekte gegeben. Die Preisträger dürfen sich hinfort mit dem Titel „Best Practice in E-Learning“ schmücken.

Die Preise werden jeweils überreicht durch Britta Wirtz, Sprecherin der Geschäftsführung der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, den Staatsekretär im Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg und künftigen Oberbürgermeister von Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup sowie Vertreter der Sponsoren.

Das eureleA Organisationsteam bedankt sich hiermit bei den Sponsoren Vitero GmbH, Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, p-didact und Sünne Eichler Beratung für Bildungsmanagement für ihre großzügigen Sach- und Geldspenden; sowie bei den Mitgliedern der Senior Jury und der Jury für die geleistete Mitarbeit.

eureleA Didaktik

Der Preis für die beste Didaktik geht an das Projekt Fragenbär – Richtig Mathe Lernen vom Spielend Lernen Verlag.

Ob nun der Zehnerlaser Werte verdampft oder die Rechenkrake sich Zahlen vorstellt: Hier wird mit einer kindgerechten Gestaltung und viel Fantasie eine kleine Welt aufgebaut und darin ein intuitives Rechenverstehen trainiert. Erst durch dieses intuitive Begreifen des Zahlenraumes und der Operationen darin entsteht die Basis für höhere Mathematik und damit der Zugang zu den MINT-Fächern. Die Einreichung liegt aber nicht nur deshalb im Trend, weil sie Schülern einen besseren Zugang zum späteren Mathematikunterricht verschafft, als dies gegenwärtige Schullehrpläne können.

Sondern auch deshalb, weil sie ein Beispiel dafür gibt, wie eine neuartige und zielgruppengerechte Individualförderung aussehen kann, wie der Einsatz des Computers im Unterricht aber auch dem Lehrer helfen kann, Störungsmuster bei Schülern zu erkennen und ihre Behandlung in sein didaktisches Konzept mit einzubauen.

Der Fragenbär ist das Produkt eines sehr kleinen Teams mit wenigen Ressourcen. Umso bemerkenswerter erscheint deshalb der Jury der Enthusiasmus und die Liebe zum Thema „Bildung“, die aus diesem Mathematikprogramm für die erste und zweite Klasse zu ersehen sind. Diesen didaktischen Enthusiasmus gilt es beizubehalten und durch zeitgemäße technische Innovation zu ergänzen.

Ansprechpartner: Vera Lohmann

eureleA Technik

Der Preis für die beste technische Umsetzung geht an SimMed – Simulation medizinischer Handlungen von Charité – Universitätsmedizin Berlin und Archimedes Exhibitions.

Die Einreichung simMed – Simulation medizinischer Handlungen ist nach Auffassung der Jury und der Senior Jury nicht nur den anderen Einreichungen, sondern auch dem allgemeinen Markt um Größenordnungen voraus und setzt damit Maßstäbe für die kommenden Jahre.

Das betrifft einerseits die technische Umsetzung: Der Einsatz von großen Multitouchdisplays zeigt, dass ein computergestütztes Lernen eben nicht an die Bedienung von Maus und Keyboard gebunden bleiben wird – sondern uns dank neuer innovativer Interfaces ganz neue Dimensionen des handelnden Lernens ermöglichen wird. Ein Juror schrieb dazu: „Viel besser ist wahrscheinlich nur noch ein Hologramm …“.

Das betrifft aber auch das didaktische Konzept – denn hier wird mit herausragender Qualität gezeigt, wie ein ganzes interdisziplinäres Team an die Zusammenarbeit herangeführt und bei der Beherrschung und Planung komplexer Situationen trainiert werden kann. Dies ist auch für die LEARNTEC Grund zur Freude – denn der Einsatz des Computers für die medizinische Teamschulung ist als notwendige Innovation zuerst vor zwei Jahren hier im LEARNTEC-Kongress vorgestellt worden.

SimMed war in beiden Preiskategorien Spitzenreiter. Mit großer und bisher in zehn Jahren eureleA nicht erreichter Einmütigkeit erkennt die Jury deshalb den Preis für die beste technische Umsetzung dem Projekt SimMed zu und spricht ihm gleichzeitig ein großes Lob auch für das didaktische Konzept aus.

Ansprechpartner: Sandra Buron

Impressionen